Dem Monat November und dem Tierkreiszeichen Skorpion ist schon immer eine besondere Magie und Mystik zu Eigen gewesen. Das zeigt sich bereits darin, dass jemand, der in dieser Zeit geboren ist, mit vielen Ahhs und Ohhs bedacht wird: Automatisch wird bei „Skorpion“ an wilden Sex und Leidenschaft, aber auch an Vergänglichkeit und Tod gedacht. Wahrheit? Mythos? Wer weiß!Der Abschnitt Skorpion beginnt am 24. Oktober und währt bis zum 23. November, fällt also mitten hinein in den Herbst. Die Natur stirbt, teilweise in einem orgiastischen Farbenrausch. Aber das ist nur die eine Seite. Auf der andern verraten neue Knospen an den Bäumen bereits neues Leben. „Stirb und werde“ muss es also heißen.
Die Natur zeigt uns, dass Neues nur möglich ist, wenn Altes vergeht. Das ist ein wichtiges Gesetz, dem der Mensch in aller Regel zu wenig Beachtung schenkt: Wir wollen doch immer mehr und vergessen, dass man dafür etwas hergeben muss. Oder anders gesagt:
Mehr Leben kostet immer auch ein Stück mehr Tod.
Eine weitere Lehre der Natur lautet:
Der Tod ist ein äußerst schöpferischer Prozess, der mit einem großen Energieaufwand verbunden ist: Die Blätter fallen nicht einfach von Baum. Sie färben sich erst bunt, werden zum Maler, am Schluss zum Tänzer, wenn sie loslassen vom Baum. Verwandlung ist also ein sehr tiefer Prozess. Man muss etwas tun, sich anstrengen, sich Mühe geben, leidenschaftlich sein. Und auch das vergisst der Mensch allzu leicht und will, dass etwas mit ihm geschieht. Er wartet auf ein Wunder, bei dem er nichts zu tun braucht. Die Natur zeigt uns, dass es anders ist.
Vielleicht das Wichtigste aber, was uns die Zeit des Skorpions lehrt, ist der
Blick hinter die Kulissen. Was wir beobachten, ist, dass ein Blatt in der Natur stirbt und ein neues geboren wird. Blätter kommen und gehen. Aber die Idee des Blattes ist unsterblich. So zeigt uns der Skorpion einen Weg, eine Brücke hinüber in unsere eigene Unsterblichkeit – vorausgesetzt wir blicken dahinter, öffnen uns, halten nicht mehr das, was wir sehen, als die einzige Wirklichkeit.
Jetzt, solange die Sonne im Abschnitt Skorpion steht, öffnen sich Türen und Fenster, die uns den Blick hinüber ermöglichen.
Was sonst noch passiert.
Ab November läuft Merkur wieder vorwärts. Das bedeutet, dass man jetzt wieder Verträge unterschreiben kann und größere Anschaffungen tätigen darf. Am 11.11. betritt Merkur den Skorpion. Jetzt wird der
Blick dahinter besonders tief. Jetzt werden sich auch unsere Gedanken mit den Themen beschäftigen, die ich zuvor aufgezeigt habe. Dass am 11.11. um 11.11 Uhr bekanntlich auch der Karneval beginnt, ist ein kolossales Paradoxon. Mitten im Skorpion am 11.11. beginnt der Fasching, der ja gemeinhin mit dem Wassermann, dem 11. Zeichen im Tierkreis verbunden ist. Zufall? Oder geheimnisvolle Absicht?
Die Venus bleibt bis zum 8. in der Jungfrau und festigt die Gefühle, macht sie nicht ganz so abhängig vom Moment, vom Haben oder Nicht-Haben. Am 8., wie gesagt, betritt sie die Waage. Damit beginnt eine Zeit, in der die Liebe besonders harmonisch und ausgeglichen sein wird. Jetzt können sich die Menschen als gleichwertig gegenübertreten und in Beziehungen daran arbeiten, dass das Gleichgewicht noch stärker zutage treten kann. Aber nicht nur zwischen Partnern wirkt jetzt die Venus-Waage, sondern ganz allgemein, sodass diese Zeit wunderbar geeignet ist, um Verhandlungen zu führen und Ungerechtigkeiten und Diskriminierungen aus der Welt zu schaffen.
Der Mars ist den ganzen November über im Krebs. Er unterstützt die skorpionische Energie, denn auch der Krebs ist ja ein Wasserzeichen. Wir werden uns also mit tiefen Gefühlen auseinandersetzen müssen.
Der Neumond ist am 9. November, der Vollmond am 24.
Ich wünsche Ihnen allen, dass Sie in der Zeit des Skorpions zu sich finden und zwar demjenigen, der Sie wirklich sind.