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Die Weihnachtssterne

vom 14.12.2007

Nein, die Sterne werden nicht sein wie damals über Bethlehem. Sie verkünden auch keinen neuen Messias. Viel eher etwas Teuflisches, Bedrohliches und Gefährliches: Auf der einen Seite der Erde kommen sich die Planeten Jupiter und Pluto immer näher, bis sie kurz vor Heiligabend, am 23. mit der Sonne zusammentreffen. Drei Sterne, Sonne, Jupiter, Pluto! Die Zahl 3 lässt dann doch an die heiligen drei Könige denken: Pluto, der dunkle, also Balthasar. Kaspar, der jugendliche, könnte dann Jupiter sein. Und Melchior wäre dann die Sonne, der Greis mit dem weißen Bart. Wenn wir so denken, dann ist auch klar, wer der große Gegenspieler ist: Mars, und der verkörpert natürlich Herodes, den bösen. Mars ist jetzt der Erde so nahe wie das ganze Jahr nicht, so nahe, dass sein rötlicher Schimmer deutlich des Nachts zu sehen ist. Am Montag, also Heiligabend, verbindet sich der Vollmond mit Mars. Man kann dann zwar den rötlichen Schimmer nicht so gut sehen, aber die Bedrohung ist deswegen nicht weniger groß. Zu alledem kommt noch hinzu, dass im Moment ein seltsamer Komet die Erde heimsucht. Sein Name ist 17P/Holmes. Schon immer, wenn in Komet der Erde nahe kam, war das eine Botschaft. Die Verbindung von Jupiter, Pluto und Sonne bedeutet aus meiner Sicht, dass das Unterste zuoberst kommt. Für die Seele heißt das, dass unbewusste Inhalte ins Bewusstsein drängen und dort auch verarbeitet werden müssen. Es kann aber auch bedeuten, dass die Erde ihr tiefes Inneres nach außen schleudert. Ich denke an Erdbeben, Vulkanausbrüche. Mars im Krebs wiederum mit dem Vollmond lässt auf kriegerische bzw. terroristische Auseinandersetzung schließen.

Weihnachten wird also umringt von gefährlichen Konstellationen.

Was „uns Menschen“ angeht, können wir uns schützen, indem wir in unsere Tiefe blicken, uns bewusst machen, was alles in uns ist: Ängste, Nöte, Gier - letztlich unser Ego. Wenn wir uns darüber bewusster werden können, dann ist die Konstellation über Weihnachten nicht nur nicht schädlich, sondern sogar heilsam. Aber wenn ich mir „uns Menschen“ ansehe, dann bezweifele ich auch, ob viele in der Lage sein werden, diesen Selbstheilungsprozess in sich und mit sich zu vollziehen. Wenn ich in Erwägung ziehe, dass die Welt ohnehin am Abgrund steht, bedroht ist, frage ich mich erst recht: Was wird über Weihnachten geschehen? Worüber müssen wir uns bewusst werden?

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