Der Februar ist ein Monat, in dem der Wunsch, auszubrechen, alles ganz anders zu machen, am stärksten ist. Heuer kommt auch noch eine Mondfinsternis dazu.
Im Februar schlägt das Wetter um und Tauwetter fällt über das Land. Das Eis zerspringt und die Schneewasser tosen ins Tal, tragen Hügel ab und ebnen ein. Die Pflanzen und Samen spüren das wärmere Licht: Tief in ihrem Innersten regt sich neues Leben. Die Natur erwacht aus ihrer Erstarrung.
Das große kosmische Ereignis 2008: Mondfinsternis am 21. Februar
Genau wie in der Natur erwachen auch in den Mensche im Februar wieder neue Energien. Überall feiert man das sich ausbreitende Licht der Sonne. Nördlich des Polarkreises steht sie jetzt wenigstens für ein paar Stunden über dem Horizont. Aber auch weiter südlich ist die feuchtkalte Jahreszeit vorüber und an geschützten Stellen zeigt sich das erste Grün. In der wechselhaften Witterung - einmal klirrender Frost und Schnee, dann wieder ein plötzlicher Wärmeeinbruch - sahen die Naturvölker einen Kampf zwischen Winter und Frühling, den einmal die dunkle und dann wieder die helle Seite gewann. Für die einfache Seele verdichtete sich dieses Ringen in einen Kampf zwischen guten und bösen Geistern. Symbolisch ist die Geschehen im Fasching eingefangen, dem wichtigsten Brauch.
Dieser Kampf, der draußen in der Natur tobt, dieses Ringen zwischen Winter und Frühling, zwischen dem was war und was sein wird, findet natürlich auch in unserer Seele statt. Auch in uns taucht der Wunsch auf auszubrechen, etwas zu verändern, etwas Neues zu beginnen, endlich die eingefahrenen Geleise zu verlassen. In keiner anderen Zeit des Jahres wird so häufig an Trennung und Kündigung gedacht wie im Februar. Beinahe in jedem keimt der Wunsch, alles hinzuwerfen und zu verschwinden. Dass das in Beziehungen zu großen Spannungen führt, liegt auf der Hand. Man weiß ja nicht, woher plötzlich das Gefühl der Entfremdung kommt, warum man Nähe plötzlich ablehnt. Das führt wiederum dazu, dass manche glauben, sie müssen jetzt noch fester zugreifen, noch näher kommen, was natürlich die Abwehr des anderen nur noch verstärkt. Da hilft es wirklich, wenn man auf die Sterne schaut und sagt, dass in der Zeit des Wassermanns Nähe immer als Bedrängung, Beengung, als Eingesperrtsein erlebt wird.
Das gleiche gilt für den Beruf.
Jetzt hängt einem sein Beruf "zum Hals heraus". Soll man diese Energie benützen und tatsächlich einen Schlussstrich ziehen? Ich meine eher nicht. Im Wassermann ist man zu einseitig, in gewisser Weise auch ungerecht. Und ich weiß aus meiner Praxis, dass viele Dinge, die jetzt übers Knie gebrochen werden, dann doch nicht halten und man später die Entscheidung bereut oder rückgängig macht.
Allerdings ist es jetzt richtig, getrennte Wege zu gehen. Jetzt ist nicht die Zeit, sich noch fester an seinen Beruf und an seinen Partner zu binden. Jetzt ist Freiheit angesagt. Nun geht es darum, seinen eigenen Weg zu finden, sich zu öffnen für die Energie des Wassermanns.
Die Mondfinsternis
Am 21. Februar findet in den frühen Morgenstunden zwischen drei und sechs Uhr eine totale Mondfinsternis statt, die bei uns in Europa und Deutschland beobachtet werden kann – vorausgesetzt, der Himmel ist klar. Es ist das einzige, große kosmische Ereignis, das bei uns zu sehen ist.
Was ist eine Mondfinsternis?
Sonne und Mond nehmen die Erde in die Mitte und zwar so genau, dass der Schatten der Erde den Mond verdeckt. Das ist nahezu bei jedem Neumond der Fall. Aber normalerweise ist die Opposition zwischen Sonne und Mond nie so genau, dass der Kernschatten genau auf den Mond trifft. Dieses Mal ist es wieder so weit. Und das ist ein besonderes Ereignis.
Was bedeutet es? Das Kind von Sonne und Mond, die Erde, verdeckt den Mond. Das heißt, dass das Weiblicht zurücktritt, loslässt. Übersetzt kann man das als ein Symbol dafür nehmen, dass Mütter ihre Kinder loslassen bzw. dem Kind seine Selbständigkeit schenken und sich selbst zurücknehmen.
Mehr darüber - und was das für die einzelnen Sternezeichen bedeutet - an dieser Stelle kur vor der Mondfinsternis am 21. Februar.
Bis dahin alles Gute.
Denken Sie daran, wir sind im Wassermann, die Freiheit ruft, geben Sie ihr Raum, aber folgen Sie ihr nicht blindlings, sonst müssen Sie nur frustriert wieder umkehren.
Ihr Erich Bauer