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Die Mondfinsternis am 21. Februar und die Tage danach bis zum 7. März

vom 20.02.2008

Am 21. Februar findet in den frühen Morgenstunden zwischen drei und sechs Uhr eine totale Mondfinsternis statt, die bei uns in Europa und Deutschland beobachtet werden kann – vorausgesetzt, der Himmel ist klar. Es ist das einzige, große kosmische Ereignis, das bei uns zu sehen ist.
Das große kosmische Ereignis 2008: Mondfinsternis am 21. Februar

Was ist eine Mondfinsternis?
Sonne und Mond nehmen die Erde in die Mitte und zwar so genau, dass der Schatten der Erde den Mond verdeckt. Das ist nahezu bei jedem Neumond der Fall. Aber normalerweise ist die Opposition zwischen Sonne und Mond nie so genau, dass der Kernschatten genau auf den Mond trifft. Dieses Mal ist es wieder so weit. Und das ist ein besonderes Ereignis.

Was bedeutet es?
Das Kind von Sonne und Mond, die Erde, verdeckt den Mond. Das heißt, dass das Weiblicht zurücktritt, loslässt. Übersetzt kann man das als ein Symbol dafür nehmen, dass Mütter ihre Kinder loslassen bzw. dem Kind seine Selbständigkeit schenken und sich selbst zurücknehmen.

Es geht also darum, dass jeder sein Kind loslassen muss. Und natürlich ist mit Kind in 99 von 100 Fällen nicht ein wirkliches Kind gemeint, sondern etwas, was einem ähnlich wie ein Kind geworden ist, an dem also unsere besondere Zuneigung hängt. Ein Kind ist immer unser Liebstes, etwas, was wir am wenigsten gerne loslassen und hergeben. Mütter hängen an ihren Kindern und in aller Regel ist es so, dass es furchtbar schwer fällt, die Ablösung zu vollziehen. Wir müssen also herausfinden in dieser Nacht der Mondfinsternis, was unser Kind ist, an dem wir am meisten hängen. Das gilt es loszulassen.

Natürlich ist das bei jedem Menschen ganz unterschiedlich. Aber ich habe festgestellt, dass es auch so etwas gibt wie ein astrologisches Kind. Es gehört zu meinem Sternzeichen wie ein Kind und ich lasse es am wenigsten gerne los. Darauf möchte ich jetzt kurz eingehen und zwar der Reihe nach, beim Widder beginnend und beim Fisch endend.

Widder müssen ihre Ich-Betonung loslassen. Das ist ihr liebstes Kind, sich selbst so wichtig zu nehmen. Zu entdecken, dass es den einzelnen gar nicht gibt, dass man immer verbunden ist und dass daher dieser Stress, sich selber in den Vordergrund zu rücken, gar nicht vonnöten ist.

Eines Stieres liebstes Kind ist sein Besitz. Er ist ihm heilig. Ihn zu vermehren, darum dreht sich sein ganzes Sehnen. In der Nacht der Mondfinsternis geht es natürlich nicht darum, seinen Besitz aufzugeben. Nein, es geht um die Einstellung, die Fixierung, die ewige Angst, man könnte zu kurz kommen. Sich vorzustellen in dieser Nacht, die Hände zu öffnen und damit mehr Raum zu lassen für das kosmische Geschehen, kann einem Stier helfen, ihn glücklich machen, ihn von seiner Angst befreien.

Eines Zwillings liebstes Kind ist sein Geltungsbedürfnis. Er muss sich beinahe immer im Spiegel betrachten und sich versichern, dass er jemand ist. Sein Geltungsbedürfnis bringt ihn ständig mit Leuten in Kontakt, die ihn bestätigen sollen. Er begegnet, um zu demonstrieren, wie viel er wert ist. Das loszulassen und zu verstehen, dass er allein aus sich heraus ein Wert ist, dass er das größte Geschenk überhaupt besitzt, nämlich sein Leben, kann ihn ein wenig von seinem Geltungsdrang befreien.

Beim Krebs geht es ganz generell um Loslassen. Er ist geboren, um festzuhalten, um anzusammeln und er muss ganz allgemein lernen loszulassen. Sein liebstes Kind ist sein Zuhause, seine Familie, seine Sicherheit. Sich hier zu öffnen, bringt große Erleichterung.

Beim Löwen ist es die Großzügigkeit, die ihn wie ein Kind begleitet. Er muss etwas gelten, etwas Grosses sein, andern imponieren dadurch, dass er großzügig und freigebig ist. Er soll auch nicht kleinlich werden, beileibe nicht, aber er soll verstehen, dass er auch etwas ist, ohne dass er diese großen Gesten bringt.

Wie lautet das liebste Kind einer Jungfrau? Es ist ihr Bestreben, alles zu kontrollieren, die Fäden in der Hand zu behalten. Sich hier zu öffnen, geschehen zu lassen, sich selbst zurückzunehmen, ja manchmal sogar so weit zu gehen, sich selbst zu sagen, dass man gar nicht existiert (und daher auch nicht einwirken kann), das bringt Heil und Segen.

Das liebste Kind der Waage heißt Verstehen. Sie findet sich selbst, indem sie den andern versteht. Sie existiert gar nicht richtig ohne den anderen. Das loszulassen, diese regelrechte Obsession, dass es immer um den anderen geht, das ist Befreiung. Dass sie auch ist, ohne zu geben und zu empfangen, das ist Gewinn.

Auch der Skorpion lebt für andere, aber er lebt auch durch andere. Sie festzuhalten, sie um sich zu scharen, zu helfen, zu geben, nur, damit die anderen einen nicht verlassen, das ist seine Obsession, das ist sein Lieblingskind. Das gilt es in dieser Nacht ein wenig loszulassen. Sich selber zu finden - im Einklang mit dem Ganzen. Dann muss man auch nicht so besessen sein.

Das liebste Kind des Schützen ist sein Licht, das er für andere strahlen lässt. Es ist sein Optimismus, mit dem er glaubt, anderen Gutes zu tun. Was wäre ein Schütze, wenn er nicht anderen ein Licht sein könnte? Während der Mondfinsternis geht es darum, dieses Licht einmal zu löschen und zu schauen, was dann bleibt. Zunächst droht Angst, aber dann beginnt ein inneres Licht zu leuchten, das nur dem Schützen gehört und das ihn glücklich macht.

Das liebste Kind des Steinbocks heißt Ehre. Er weiß, dass er die niemals verlieren darf: stark sein, sich nicht aufgeben, ein Bollwerk sein: das ist sein Vermächtnis. Schwäche kann er sich nicht eingestehen. Und genau darum geht es: Dieses Lieblingskind einmal loszulassen, sich selbst zu hinterfragen und herauszufinden, was bleibt, wenn man sich gehen lässt, schwach und klein wird.

Wie lautet nun das Lieblingskind vom Wassermann, dem 11. Zeichen im Zodiak? Es ist sein Geist, seine Ideen, seine Besessenheit von seinen eigenen Gedanken und Überzeugungen, mit denen er sich ständig „füttert“. Die loszulassen, aufzuhören zu denken, still zu werden im Kopf, das wäre die Aufgabe in der Nacht der Mondfinsternis.

Und zum Schluss die Fische. Haben auch sie etwas loszulassen? Besitzen auch sie ein Lieblingskind? Freilich doch! Es ist ihre Angst, ergriffen zu werden. Sie sind doch ständig auf Ausweichkurs, auf der Flucht, Sie glauben doch, das wäre das Ende, wenn sie festgehalten würden. Das anzusehen, es zuzulassen, dass man erkannt worden ist, das ist ihre Aufgabe in der Nacht der Mondfinsternis.

Ich bitte Sie, in dieser Nacht der Mondfinsternis, sich mit Ihrem Sternzeichen-Lieblingskind zu beschäftigen und loszulassen, loszulassen, loszulassen. Und das kann dann auch noch an den Tagen danach geschehen. Sogar bis zum Neumond am 7. März ist die Energie der Mondfinsternis wirksam.
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