Es war ein unglaubliches Erlebnis!
Bereits die Vorbereitung, die letzten 10 Tage bis zur Sonnenfinsternis waren außergewöhnlich. In zwei Jeeps fuhren wir über 3000 km mehr oder weniger quer durch das Land. In der Mongolei gibt es kaum Strassen, nur Pisten über Steine, über Sand, durch Flüsse, über Berge. Manchmal ist man zwei, drei Tage unterwegs, ohne einer Menschenseele zu begegnen. Dann taucht irgendwo am weiten, weiten Horizont ein weißer Punkt auf, der sich dann in eine dieser wunderschönen Hütten, Jurten genannt, entwickelt, wo überaus freundliche Mongolen einen immer willkommen heißen. Man ist wieder einmal einem anderen Menschen begegnet und sogar noch einem aus dem Land. Um Ihnen einen kleinen Eindruck davon zu geben, wie beschwerlich die Reise war, kann ich Ihnen aufzählen, wie viele Reifenpannen wir hatten: Genau 28. Des Weiteren erlitt der Jeep, in dem ich saß, einen Totalschaden, als wir mit ca. 80 Stundenkilometern über die Prärie dahin donnerten und sich plötzlich ein 1 m tiefer und 3 m breiter Graben vor uns auftat. Dass wir uns nicht überschlugen, war ein Wunder. Dass ich in diesem Augenblick angeschnallt war, ebenfalls eine Gnade des Schicksals.

Aber jetzt zur Sonnenfinsternis.
Kurz nach 19 Uhr am Abend begann das Spektakel. Der Mond rückte vor, machte die Sonne immer mehr zu einem Mond, indem er sich kreisförmig in sie hinein schob. Während dieser Zeit habe ich die Asche Ihrer Wunschzettel verbrannt. Ich streute sie in den immer stärker werdenden Wind auf der Höhe eines Hügels, von dem aus ich weit übers Land sehen konnte. Nach einer Stunde war es dann so weit. Plötzlich kam die Nacht. Der Mond stand jetzt vor der Sonne, verdunkelte sie, setzte der Sonne die Krone auf (fachmännisch heißt dieses Leuchten Corona). Über zwei Minuten lang herrschte Totenstille. Ich war so erfasst von diesem Augenblick, dass es unbeschreiblich war. Glauben Sie mir, es war ein wunderbares Erlebnis. Auch in dieser Zeit und wie die ganzen Tage davor, fühlte ich mich mit Ihnen verbunden. Ich glaube auch, dass es Ihre und Mama Cemams Gedankenkraft war, die mich bei dem Unfall vor Schrecklichem bewahrte. Ich danke Ihnen.
Jetzt sind bereits zwei Wochen seit der Sonnenfinsternis vergangen und ich bin wieder wohlbehalten in München. Und wie sieht es mit Ihren Wünschen aus? Haben sie sich wenigstens andeutungsweise erfüllt? Wenn nicht, dann dürfen Sie nicht daran zweifeln, dass die Aktion nicht richtig war. Ich soll Ihnen von Mama Cemam ausrichten, dass die Kraft der Wünsche noch lange nicht zu Ende ist. Sie müssen an die Welt der Wunder glauben, fest glauben, dass es besser wird. Gehen Sie nicht zur Tagesordnung über, die darin besteht, gleichgültig zu nehmen, was kommt! Dann passiert etwas, dann wird sich Ihr Leben verbessern. Vielleicht nicht in dem Ausmaß, wie Sie es sich vorgestellt haben, aber ganz bestimmt in die Richtung, die Sie sich erhoffen. Auch ich glaube daran, dass wir uns in diese Welt des Wunderbaren hineinversetzen müssen, dass wir an Wunder glauben müssen, dann können sie auch wahr werden. Wir müssen Vertrauen haben. Darum bitte ich Sie: Haben Sie Vertrauen und geben Sie nicht auf. Bleiben Sie bei Ihren Wünschen. Glauben Sie an das Wunder!
Ich grüsse Sie und bedanke mich noch einmal auch im Namen von Frau Cemam für Ihre Unterstützung, Ihre Teilnahme, Ihre Liebe.
Ihr Erich Bauer