Bereits als kleines Kind besitzt der Schütze irgendein Tier, mit dem er sich - besser als mit Papa und Mama - stundenlang unterhalten kann. Erwachsen geworden, ist vielleicht ein Hund oder Reitpferd sein bester Freund. Zwischen Mensch und Tier sieht er eigentlich keinen weltbewegenden Unterschied - aber zwischen guten und bösen Wesen. Wer immer zu den ersteren gezählt werden kann, genießt sein uneingeschränktes Vertrauen. Wie Parzival zu seinem König hält er zu seinen Freunden. Die letzteren dagegen erfahren sein Zorn. Kein anderes Sternzeichen kann so fuchsig werden wie eine entrüsteter Schütze. Allerdings erhalten die "Bösen" auch immer eine Chance: dann nämlich, wenn sie sich bekehren lassen. Verlorene Seelen wieder auf den "rechten" Weg zu bringen ist sogar sein Spezialgebiet. Er ist eine hoffnungsloser Idealist, dem Lande der Phantasie nie ganz entwachsen, ein Jäger der Wahrheit, Nathan der Weise, eine Missionar, der gute Hirte ...

Man findet Schützen unter den wirklich guten Therapeuten und Ärzten, die ihrem Klientel Mut zusprechen, sie aufklären und somit mündig machen. An Schaltern der Reisebranche sitzen sie ebenfalls, sicher nicht um x-beliebige Touren zu verhökern. Reisebüros und -begleitung unter Leitung eines Schützen bieten Horizonterweiterung. Es existieren auch recht naive Schützen, die sich von Sekten, Gurus und jedem spirituellem Hokuspokus fangen lassen. Aber das sind Ausnahmen. Der typische Schütze lebt mit der Realität auf gutem Fuß, ist ehrlich, wahrheitsliebend und human.